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Neue Insect Respect Flächen eröffnet

Am 21.3.2018 eröffnete Insect Respect neue insektenfreundliche Lebensräume in Bielefeld. Auf dem Firmengelände der Reckhaus GmbH & Co. KG entstanden Biotope in der Ebene, vertikal an Gebäuden und auf Dachflächen.

 „Jeder Quadratmeter zählt“, betonte Philipp Unterweger, Biologe bei Insect Respect, bei der öffentlichen Führung am 21. März 2018 in Bielefeld-Sennestadt. So seien auch scheinbar kleine Flächen wie Säume, Ränder, Böschungen, Ufer, Raine und Streifen wichtige Strukturen in der Landschaft. „Jeder Rand ist ein Lebensraum und eine Brücke zum Nachbarn“. Säume vernetzen und bilden dadurch das Skelett eines funktionierenden Ökosystems. In den neuen Insect Respect Flächen finden unterschiedlichste Insekten, vom Bestäuber, über den Pflanzenfresser, bis hin zum Räuber, neuen Lebensraum. Da der Saum im Winter nicht gemäht wird, bietet er in Blütenköpfen, Stängeln und in der gesamten Biomasse Platz für die Überwinterung der Insekten. Säume sind somit die wichtigsten Quellen für Nützlinge in der Landschaft. 

Auf knapp 900 Quadratmetern finden Fliegen, Schmetterlinge, Bienen, Mücke und andere Arthropoden Nahrungs-, Versteck- und Überwinterungsmöglichkeiten. Davon sind 500 Quadratmeter Grünfläche in der Ebene, etwa mit Wildstauden, die den Tieren Nektar und Pollen bieten. Offene Sandstellen und Totholzhaufen ergänzen das Angebot. Unter den Strukturelementen finden Insekten Schutz vor Fressfeinden, vor der Witterung und im Winter.

Auf den Dächern sind Insect Respect Ausgleichsflächen von 370 Quadratmetern entstanden. Sie weisen ca. 17 Zentimeter Substratdicke auf. Bisher finden sich auf den neuen Flächen v.a. Humus, Blähton (granulatartiger Dachziegelkies), Totholz und Steine; die Bepflanzung erfolgt zeitnah. Extensive Dachbegrünungen schaffen eine unvergleichbare Vielfalt an positiven Effekten für das Gebäude, den Menschen, dessen Umwelt und allgemein für die Nachhaltigkeit: Ungestörter Lebensraum, Vernetzungsfunktion mit anderen Grünflächen (Trittsteine), längere Lebensdauer des Daches, Regenwasserrückhalt, Abschirmung von hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung, verbessertes Umgebungsklima und Kosteneinsparungen (u.a. bei Energiekosten, Abwassergebühren, Sanierung).

Auch vertikal hat Insect Respect Lebensräume für Insekten eingerichtet. Die Begrünung von Hausfassaden ist multifunktionell. Neben einer zusätzlichen Wärmeisolierung für das Gebäude bietet sie eine Vielfalt von Funktionen: Die erhöhte Blattmasse nimmt CO2 auf und schafft O2. Außerdem wird Feinstaub gebunden und die Temperatur im Umfeld des Gebäudes gedämpft. Mit der Fassadenbegrünung bietet Insect Respect zusätzliche Nahrungsquellen und Schutz für die heimischen Insekten. Das Blütenangebot der gepflanzten Kletterpflanzen erweitert das Spektrum der horizontalen Flächen und bietet den Insekten in den Zeiten Zuflucht, in denen auf den ebenen Grünflächen der Schutz fehlt. Blühender Efeu ist eine sehr wichtige Futterquelle im späten Sommer. Die vertikalen Strukturen bieten zudem ein riesiges Potential für den Erhalt ökosystemarer Funktionen wie zum Beispiel die Bestäubungsleistung, die Wasserreinhaltung, die Lufterfrischung und die Klimaregulation.

Es summt: Eindrücke von den Insect Respect Flächen

Insect Respect schafft neuen Lebensraum für Insekten in Siedlungsgebieten. Arten wie Ackerhummel, rote Keulenschrecke, Schwebfliege, kleiner Kohlweissling und Kaisermantel besuchen im Video die Ausgleichsfläche in Gais (CH).

Forschung über die Ausgleichsflächen

Welche Insektenarten sind auf extensiv begrünten Flachdächern zu beobachten, die von Insect Respect als Ausgleichsflächen angelegt wurden? In Zusammenarbeit mit der AG Westfälischer Entomologen und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL, Biodiversität u Naturschutzbiologie) untersuchte Insect Respect 2016 gleichzeitig die Insektenfauna auf der fünf Jahre alten Ausgleichsfläche auf dem Bürogebäude der Reckhaus GmbH & Co. KG in Bielefeld und die zwei Jahre alte Schweizer Ausgleichsfläche in Gais.

Bericht Bielefeld

Bericht Gais

Blütezeit auf den Insekten-Ausgleichsflächen!

Die ersten Insekten-Ausgleichsflächen in Deutschland und der Schweiz blühen in vielen Farben - und ziehen zahlreiche Sechsbeiner an. Klicken Sie sich durch den Slider mit einigen Impressionen.

Der Blick auf die erste Insekten-Ausgleichsfläche der Welt.

Das Gütezeichen Insect Respect steht für Transparenz bei der ökologischen Kompensation von Insektenbekämpfungsmitteln. Hier erscheinen deshalb regelmässig die neuesten Bilder der Live-Webcam der ersten Insekten-Ausgleichsfläche der Welt, auf dem Firmendach der Reckhaus GmbH & Co. KG in Bielefeld.

Der Blick auf die Insekten-Ausgleichsfläche der Schweiz.

Für Schweizer Kunden gewährleistet die Ausgleichsfläche in Gais (AR) eine regionale ökologische Kompensation. Um sie transparent zu machen, erscheinen hier regelmässig neue Bilder Insekten-Ausgleichsfläche der Reckhaus AG im Appenzeller Land (oben). Übrigens: Sogar Orchideen blühen schon - zu sehen im Bildslider ganz oben auf der Seite.

So funktioniert eine Insekten-Ausgleichsfläche

Welchen Effekt hat die Begrünung eines Flachdachs auf die Biodiversität? Was ist das Besondere an einem solchen Lebensraum? Welche Strukturelemente bereichern die Biologische Vielfalt von Pflanzen und Tieren auf dem Dach? Und wie berechnet man die Kompensation von Bioziden? Ein Biologe erklärt das Prinzip der INSECT RESPECT® Ausgleichsflächen.

Geschichte: Die erste Insekten-Ausgleichsfläche der Schweiz in Gais

Am 8. September 2015 eröffnete die Reckhaus-Gruppe in Gais gemeinsam mit zahlreichen Gästen und dem Innerrhoder Landammann Roland Inauen die erste Insekten-Ausgleichsfläche der Schweiz. Die Einweihung des begrünten Flachdach-Biotops ist ein weiterer Schritt auf dem Weg des Unternehmens zur ökologischen Transformation der gesamten Branche.

Das 500 Quadratmeter grosse begrünte Flachdach in Gais ist als ideales Biotop für Insekten konzipiert. Durch unterschiedliche Substrate und Strukturen, wie z.B. Holz- und Steinhaufen soll sich eine möglichst grosse Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen etablieren, die so im Appenzeller Land eher selten vorkommen. Die Fläche ermöglicht damit einen Ausgleich des Verlusts, den die Biozid-Anwendung verursacht. Auf diese Weise lassen sich z.B. 230‘000 Packungen der Dr. Reckhaus Fliegenscheibe kompensieren.

Weitere Informationen dazu finden Sie in der Medienmitteilung.

Geschichte: Die erste Ausgleichsfläche entstand in Bielefeld.

Seit Juli 2012 ist das Flachdach des Verwaltungsgebäudes der Reckhaus GmbH & Co. KG in Bielefeld eine insektenfreundliche Zone: die erste INSECT RESPECT® Ausgleichsfläche. Die Investition ermöglicht auf 200 m² eine extensive Begrünung, zusätzlich unterstützt durch Anhügelungen und Kleinstrukturen.

Im Ursprungszustand bestand das Dach aus einer Schutzfolie ohne organisches Substrat und beherbergte keinerlei Lebend-Biomasse. Die Neugestaltung als extensives Flachdach ergibt eine qualitative Lebend-Biomasse von 20 g/m2. Gemäss dem INSECT RESPECT® Ausgleichsmodell wird dieser Wert um mehrere Korrekturfaktoren bereinigt, was einem Potential von 288 g/m2 entspricht. Multipliziert mit den 200 m2 der Dachbegrünung gleicht die Ausgleichsfläche den Wegfang von 58'100 g/m2 Lebend-Biomasse aus. Dies entspricht zum Beispiel einer Jahresproduktion von 35'000 Packungen der Dr. Reckhaus Fliegen-Scheibe®, welche als Basis für die Berechnung der Fläche diente.

Planen Sie die nächste Ausgleichsfläche? Gerne helfen wir Ihnen bei der Konzeption und Umsetzung sowie bei der Anwendung von INSECT RESPECT® auf Ihre Produkte. Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Zertifizierung von Ausgleichsflächen. Wir würden uns freuen, auf dieser Seite schon bald weitere Projekte präsentieren zu können.