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Es gibt immer weniger Insekten!

Die Tierklasse mit den meisten Arten auf unserer Erde sind die Insekten. Es sind längst nicht alle bekannt – aber wir wissen, dass sie stark zurückgehen.

 

[Insektensterben - Insektenschwund: Download pdf mit den wichtigsten Studien, 5 Seiten]

 

Die Zahl der Insektenarten weltweit schätzt man auf zwischen zwei und zehn Millionen. Erst eine Million davon ist wissenschaftlich beschrieben. In Deutschland gehen Insekten stark zurück, das zeigen Studien deutlich. Schon über 30% der Insektenarten sind in ihrem Bestand gefährdet. Knapp 5% gelten als ausgestorben. Naturschutzorganisationen zählten in Teilen von Deutschland 80% weniger Insekten als noch vor 15 bis 20 Jahren. 2017 sorgte die Studie in PLoS One für Aufsehen, nach der über 75% der Fluginsekten-Biomasse in den letzten 27 Jahren zurückgegangen ist [Download Studie]. Vergleichbare Entwicklungen finden sich in Österreich und der Schweiz.

Die Weltbevölkerung wächst – und damit auch die Flächen, die die Menschen für sich als Lebensraum beanspruchen. Versiegelt werden auch (natürliche) Lebensräume, die bisher als Biotope für Insekten und andere Lebewesen dienten.

Auch die Produktion von Lebensmitteln braucht Fläche. So reduziert z.B. die industrielle Landwirtschaft die Artenvielfalt, denn in ihren Monokulturen finden bestäubende Insekten kaum Nahrung. Auch die Insektizide, die privat und in der Landwirtschaft ausgebracht werden, tragen wesentlich zum Insektenrückgang bei. Wenn wir heute ein Artensterben beobachten, so ist dies das Ergebnis unseres Handelns vor einigen Jahren, denn es tritt mit Verzögerung ein. Weil die Umweltbelastung weitergeht, werden die Insektenzahlen und -arten wohl noch weiter abnehmen.

 

Die Insect Respect Literaturempfehlungen dazu:

 

  • Binot-Hafke, Margret & Sandra Balzer, Nadine Becker, Horst Gruttke, Heiko Haupt, Natalie Hofbauer, Gerhard Ludwig, Günter Matzke-Hajek & Melanie Strauch (Red.) (2011): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 3: Wirbellose Tiere (Teil 1). Landwirtschaftsverlag, Münster. Reihe: Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (3) des Bundesamtes für Naturschutz, Bonn-Bad Godesberg.
  • HORST GRUTTKE, MARGRET BINOT-HAFKE, SANDRA BALZER, HEIKO HAUPT, NATALIE HOFBAUER, GERHARD LUDWIG, GÜNTER MATZKE-HAJEK & MELANIE RIES (Red.) (2016): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 4: Wirbellose Tiere (Teil 2). Landwirtschaftsverlag, Münster. Reihe: Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (4) des Bundesamtes für Naturschutz, Bonn-Bad Godesberg.
  • European Environment Agency (2013): The European Grassland Butterfly Indicator: 1990–2011. EEA Technical report No 11/2013. ISBN 978-92-9213-402-0; doi:10.2800/89760.

 

 

Prof. Josef H. Reichholf: "Rettet die Schmetterlinge" - Expertenvortrag 2017


 

Die von Francisco Sánchez-Bayo und Kris A.G. Wyckhyus erhobene Studie mit dem Originaltitel “Worldwide decline of the entomofauna: A review of its drivers” beschreibt die Treiber des Rückgangs der weltweiten Insektenpopulation. Es wird detailliert auf die vier vordergründigen Wirkursachen für die Verringerung der Biodiversität eingegangen: 1.) Verlust des Lebensraumes und Umstellung auf intensive Landwirtschaft, sowie Urbanisierung, 2.) Belastung hauptsächlich durch synthetische Pestizide und Düngemittel, 3.) Biologische Faktoren, einschliesslich Pathogene und eingeführter Arten und 4.) Klimawandel. Weiterhin wird analysiert, wie etablierte Handlungsweisen neu gedacht werden müssen, um den Trend des Artensterbens zu verlangsamen oder umzukehren.

Schaffen Sie mit uns
Insektenfreundliche Lebensräume

Wir brauchen Sie! Oder besser: Die Insekten brauchen Sie!

Insekten sind unabdingbar für unser gutes Leben auf dieser Erde. Doch 40% aller Insekten sind gefährdet. In manchen Regionen sind sie bereits um 80% zurückgegangen.

Was können wir tun? Insektenflächen schaffen – vielfaltfördernde Grünzonen mitten in unserem Lebensraum.

Und Sie können mitmachen. Jeder Quadratmeter zählt. Das Lagerhallendach, der triste Hinterhof, die ungenutzte Zufahrt, der geteerte Abstellplatz im Industriegebiet – sie alle können zu Paradiesen werden. Gemeinsam verwandeln wir sie in hochwertige und biodiverse Insektenflächen.

Kontaktieren Sie uns. Gemeinsam machen wir es möglich. Aus Respekt vor dem Leben – mit Respekt für die Insekten.

Ihr Dr. Hans-Dietrich Reckhaus
Initiator von Insect Respect: lanciert 2012, dutzendfach ausgezeichnet.

PS: Neugierig geworden, aber noch unsicher?
Mailen Sie mir. Ich antworte Ihnen persönlich: hd.reckhaus@insect-respect.org